25 Euro um sich überwachen zu lassen?

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Durch die neuartige Gesichtserkennung, die testweise am Bahnhof Südkreuz in Berlin eingesetzt wird, verprechen sich die Verantwortlichen einen besseren Schutz vor Terrorangriffen – doch wie sieht das eigentlich mit dem Dateschutz aus? Zurzeit sind 300 Freiwillige im Einsatz, die das System vor Ort testen – für je 25€.

Der insgesamt sechsmonatige Versuch soll Erkenntnisse darüber liefern, ob es möglich und sinnvoll ist, zielgerichtet Personen per Kamera aus einer Menschenmenge heraus zu erkennen. Eine Hoffnung ist, dass durch die neue Technik mögliche Gefährder und auch Gefahrensituationen im Vorfeld besser erkannt werden können. Insgesamt drei Kameras hängen nun, zusätzlich zu den bereits bestehenden, im Bahnhof Südkreuz von der Decke.

Doch es gibt auch andere Stimmen: Die Aktion „Freiheit statt Angst“ etwa protestierte vor Ort gegen die neuartigen Überwachungsmethoden. Eine Befürchtung ist, dass mittels der neuen Technik auch andere Personen ins Visier der Fahnder gerückt werden sollen. Sprayer, Obdachlose, Schwarzfahrer etc. Die Freiwilligen jedenfalls profitieren wohl zumindest finanziell von der Situation: sie erhalten einen 25 Euro Amazon-Gutschein. Ihre Daten sollen dann erst in einem Jahr wieder gelöscht werden.