„Locky“ kann auch dich treffen

So harmlos der Name „Locky“ auch klingen mag: Dahinter versteckt sich ein diabolischer Virus mit großem Schadenspotenzial.

„Locky“ ist die neueste Kreation der Internet-Kriminellen – und er hat es in sich. Per E-Mail im Anhang verschickt, kann er nur durch einen falschen Klick den kompletten PC unbrauchbar machen. Es handelt sich bei den E-Mails um vermeidliche Rechnungen, mit Word-Anhang. Die Zahlungsaufforderungen sind in korrekten Deutsch formuliert und geben zunächst keinen Hinweis auf eine Fälschung. Klickt der unwissende Empfänger jedoch auf den Anhang, werden sämtliche Dateien auf dem Gerät verschlüsselt und somit unbrauchbar gemacht. Das Gerät ist im Prinzip reif für den Elektroschrott. Nur durch eine Lösegeldzahlung soll der Rechner wieder freigeschaltet werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät allerdings davon ab, den Forderungen der Ganoven nachzukommen, da die Zahlung wohl nicht die versprochene Wirkung zeigen wird.

 

Auffällig ist, dass deutlich öfter deutsche Nutzer betroffen sind, als Menschen in der Niederlande oder den USA. Bei einem Top-Wert von 5300 Neuinfektionen pro Stunde ist also allerhöchste Vorsicht und Misstrauen geboten. Der Virus ist zudem noch mit einer Spezialfunktion ausgestattet, der auch komplette Netzwerke lahmlegen kann, indem er sich in diesen kopiert. So passiert im Fraunhofer-Institut, nachdem ein Arbeitsplatz-PC mit dem Virus infiziert wurde.

Zum Schutz gilt also als oberstes Gebot: Auf keinen Fall überstürzt und panisch den Anhang in einer vermeidlichen Rechnungs-Mail öffnen, bei der man sich nicht sicher ist, ob diese seriös ist. Kennt man den Empfänger nicht, so sollte man den Anhang niemals öffnen!

Befolgt man diese einfachen Ratschläge, so ist es eigentlich nahezu unmöglich sich mit dem Virus zu infizieren.